2002 steht im Zeichen der Fusion mit der AKB Bank

23.04.2002 | Mönchengladbch
Die CC-Bank AG, Mönchengladbach, hat das Geschäftsjahr 2001 mit einem Jahresüberschuss vor Steuern von 57 Millionen Euro abgeschlossen, das waren 16 Prozent mehr als im Jahr 2000.

"Der Markt hat auch im Jahr 2001 unser Unternehmenskonzept, Finanzpartner für den privaten Kunden zu sein, eindrucksvoll bestätigt", stellte Gerd Schumeckers, Vorstandsvorsitzender der CC-Bank, am Donnerstag in Düsseldorf bei der Vorlage der Bilanz fest. Die Bank habe ihre Ziele nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen. Dabei blieb die CC-Bank im Berichtsjahr von der konjunkturellen Unsicherheit in Deutschland unbeeindruckt.

Das Jahr 2001 stand für die CC-Bank ganz im Zeichen des ertragsorientierten Wachstums. Das Kreditvolumen insgesamt stieg um 16,7 % auf 2,960 Mrd Euro. Zum Jahresende 2001 unterhielten 946.000 Kunden bei der CC-Bank ein Kreditkonto. Das entspricht einem Zuwachs gegenüber 2000 von 14,7 %.

Maßgeblich dadurch stieg die Zahl der Kundenkonten insgesamt von 1,092 Millionen auf 1,227 Millionen. Erfolgreich ist auch die Entwicklung des Zahlungsverkehrsangebotes. Die CC-Bank-Kunden unterhalten mittlerweile 37.000 TeleGirokonten, das waren 6000 mehr als im Jahr 2000.

Geldautomatenverbund ausgeweitet - Standort per SMS

Die CC-Bank hat ihren Geldautomatenverbund Cash-Pool weiter ausgeweitet. Nunmehr können sich die Kunden bundesweit an bald 2000 Geldautomaten kostenfrei mit Bargeld versorgen. Neben der Geldautomatensuche auf ihrer Internetseite bietet die CC-Bank einen neuen Service für alle Kunden, die zum mobilen Telefonieren das D2-Netz von Vodafone nutzen: Die Geldautomaten-Suche per SMS. Die Handhabung ist denkbar einfach: Eine SMS mit dem Text "Cash Pool" an die Nummer 48433 (sie steht für das Wort GUIDE) senden und nach wenigen Sekunden erfolgt eine Antwort per SMS, in der der Standort für den nächstgelegenen Cash-Pool-Geldautomaten mitgeteilt wird.

Kooperation mit der AKB war Meilenstein

Ein Meilenstein für die Entwicklung der CC-Bank im Jahr 2001 war der Start der Kooperation mit dem einstigen Wettbewerber, der Kölner AKB Bank. In diesem Jahr werden die beiden Unternehmen fusionieren. Erstmals traten beide Banken als Kooperationspartner im Jahr 2001 gemeinsam auf der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt auf. Dieser gemeinsame Auftritt ist bei CC-Bank- und AKB- Kunden auf sehr gute Resonanz gestoßen.

Derzeit gibt es in Deutschland knapp 40.000 Kfz-Händler, deren Kunden bekanntermaßen nur noch selten bar bezahlen. Das heißt: Die Händler brauchen einen Partner für die Finanzierung. In diesem Bereich haben sich sowohl die CC-Bank als auch die AKB Bank seit vielen Jahren einen Namen gemacht - die AKB Bank schwerpunktmäßig bei Neu- und Gebrauchtwagen asiatischer Marken, die CC-Bank eher bei Gebrauchtwagen europäischer und insbesondere deutscher Automarken. Die langjährige Erfahrung beider Institute in der Finanzierung von Kraftfahrzeugen bildet mithin die Grundlage für ihre Zusammenarbeit. Gleichzeitig ergänzen sie sich mit ihren Händlernetzen und ihren Marktanteilen zum absoluten Marktführer bei der werksunabhängigen Kfz-Finanzierung.

Daneben bringen beide Partner ihre unterschiedlichen Stärken ein. So ist die AKB Bank beispielsweise die Nummer 1 in Deutschland bei der Finanzierung von Motorrädern, die CC-Bank hingegen führt den den (Motor-) Caravanbereich an und ist bei Booten und Anhängern sehr erfolgreich. Mit dem Angebot von Einkaufsfinanzierungen für Händler konnte sich die AKB viele Türen öffnen, die CC-Bank überzeugt den Kfz-Handel durch kompetente Beratung für eine gewinnbringende Gebrauchtwagenvermarktung.

Die Zusammenführung der Stärken beider Banken bringt einen Quantensprung - nicht nur im Produkt- und Service-Angebot, sondern auch in der Organisation interner Prozesse.

Von den oben erwähnten 40.000 Kfz-Händlern arbeiten zur Zeit rund 18.000 aktiv mit CC/AKB zusammen. Das entspricht etwa 45 Prozent. Mit anderen Worten: Über die Hälfte der Kraftfahrzeughändler in Deutschland wartet noch darauf, dass sie besucht und zu einer Zusammenarbeit angeregt wird. Hier liegen erhebliche Wachstumschancen, die sich jetzt schneller und besser nutzen lassen.

Neugeschäft über alle Bereiche plus 8 %

Das Jahr 2001 war für die CC-Bank AG ein hervorragendes Jahr. Über alle Bereiche konnte das Neugeschäft gegenüber 2000 um 8 % gesteigert werden, am höchsten war der Zuwachs im Filialgeschäft mit 22 %.

Insgesamt haben zum Bilanzstichtag rund 19.650 Handelsunternehmen mit der Bank zusammengearbeitet, verglichen mit 19.500 im Jahr 2000.

Besonders der Kraftfahrzeugbereich hat sich den Fokus auf die Ertragsorientierung im Berichtsjahr zu Herzen genommen und Qualität vor Quantität gestellt. Zwar nahm die Zahl der neu finanzierten Fahrzeuge von 88.810 im Geschäftsjahr 2000 auf 83.080 im Berichtsjahr ab, was einen Rückgang von 6,5 % bedeutet, die Erträge aus diesem Bereich konnten jedoch in erfreulichem Maß gesteigert werden. Das herausgelegte Kreditvolumen war mit 883 Mio Euro im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil - es betrug im Jahr 2000 insgesamt 888 Mio Euro.

Mit einem Anteil von 43 Prozent am Gesamtumsatz war der Kfz-Bereich auch 2001 eine tragende Säule der CC-Bank. Nach der Fusion mit der AKB-Bank wird aus dem neuen Institut der größte herstellerunabhängige Kfz-Finanzierer überhaupt in Deutschland. Dann wird sich der Anteil am Gesamtumsatz auf etwa 70 Prozent erhöhen. Gemeinsam haben die beiden Banken 2001 knapp 359.000 Fahrzeuge neu finanziert. Dabei verzeichnete die AKB eine Steigerung von 3,7 Prozent. Das Kreditvolumen kletterte bei der AKB sogar um fast 12 Prozent.

Im Bereich Warenfinanzierung wurden im Berichtsjahr mit 365.000 Kreditzusagen insgesamt 8.000 Zusagen oder 2,3 % mehr als 2000 gegeben. Damals waren es 357.000.

Die Gesamtzahl aller von der Bank gewährten Kredite stieg im Berichtszeitraum von 568.000 auf 680.000.

Business-Modell hat sich bewährt

Die Strategie der CC-Bank hat sich auch 2001 wieder einmal bewährt. Die Bank wendet sich konsequent an den kreditaffinen, privaten Kunden. Schumeckers: "Wir denken durch und durch im Geiste dieser Zielgruppe." Die CC-Bank ist seit über 40 Jahren ein profilierter Anbieter von Finanzdienstleistungen im Privatkundengeschäft. Das Portfolio hauseigener Produkte wird überall da, wo es sinnvoll erscheint, durch Spezialprodukte leistungsstarker Partner ergänzt.

Die Stärke der CC-Bank ist die Absatzfinanzierung von Konsumgütern und Kraftfahrzeugen. Darüber hinaus bietet sie über ihr bundesweites Filialnetz und ihr TeleCenter eine umfassende Palette klassischer Bankprodukte - von Girokonto und Visakarte über attraktive Sparangebote und Investmentfonds bis hin zu Bausparverträgen und Lebensversicherungen. Dabei konzentriert sich die CC-Bank auf Basisprodukte. "Was wir nicht selbst herstellen können, kommt aus den Regalen von Kooperationspartnern, die allesamt einen guten Namen haben - ich nenne hier nur das Bankhaus Sal. Oppenheim, die Bausparkasse Wüstenrot oder die Zürich Agrippina Versicherung", erläutert Schumeckers.

Im klassischen Retailbanking bleibt die CC-Bank ihrem Grundsatz der Kundennähe treu. "Vier Wege - eine Bank" lautet das Motto der Zukunft. Ob in der Filiale, per Post, am Telefon oder via Internet - überall steht den Kunden derselbe bequeme Service zur Verfügung. Mitte Februar diesen Jahres ging deshalb der neue Internet-Auftritt der CC-Bank an den Start, der in Kürze um eine virtuelle Filiale mit der Möglichkeit des Online-Banking ergänzt wird.

Überblick über die Bilanzdaten

Mit 1,473 Milliarden Euro lagen die Forderungen an Kunden zum Bilanzstichtag um gut 16 % unter dem Vorjahreswert (1,751 Milliarden Euro.) Bezieht man die verkauften Forderungen ein, so stieg der von der CC-Bank verwaltete Kreditbestand jedoch um 16,7 % auf 2,960 Milliarden Euro.

Die Forderungen an Kunden stellen mit einem Anteil von 65 % den mit Abstand größten Bilanzposten der Aktivseite dar.

Auch auf der Passivseite schlägt sich die Spezialisierung der Bank augenfällig nieder. Mit 1,48 Milliarden Euro sind die Spar- und Giroeinlagen der privaten Kunden die dominierende Bilanzposition. Sie macht fast 66 % der Bilanzsumme aus.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr überstiegen die gesamten Kundeneinlagen mit 1,84 Milliarden Euro deutlich das Niveau des Jahres 2000 mit 1,47 Milliarden Euro.

An Attraktivität gewonnen haben die Spareinlagen. Ihr Volumen stieg von 280 Millionen Euro um 26 Millionen Euro auf 306 Millionen Euro. Die Einführung eines Sparbriefes mit sechsjähriger Laufzeit und sehr attraktiven Zinskonditionen schlug sich in einem Zuwachs bei den Sparbriefen um 84 Millionen Euro auf 345 Millionen Euro nieder.

Die täglich fälligen Kundenverbindlichkeiten kletterten um 28,9 % auf 1,177 Milliarden Euro, nach 913 Milionen Euro im Jahr 2000. Diese Position enthält im wesentlichen die Einlagen auf Abrufkonten, über die der Kunde im Gegensatz zu Spareinlagen täglich und per Telefon verfügen kann. Zum Bilanzstichtag unterhielten 137.500 Kunden ein Abrufkonto bei der CC-Bank, im Vorjahr waren es 131.800. Das Einlagevolumen stieg um 26,7 % oder 225 Millionen Euro auf 1,068 Milliarden Euro.

Zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr 2001 stiegen die Zinserträge und die laufenden Erträge um gut 8 Millionen Euro oder 4 % von 188 Millionen Euro auf 196 Millionen Euro. Hinzu gerechnet werden müssen die Erträge aus den Forderungsverkäufen, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.

Die Zinserträge resultieren zu 187 Millionen Euro (im Vorjahr 176 Millionen Euro) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften und zu 9 Millionen Euro (im Vorjahr 12 Millionen Euro) aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen.

Die Zinsaufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 11 Millionen Euro oder 14,7 % auf 87 Millionen Euro. Damit entfiel mit über 36 Millionen Euro der größte Teil der Zinsaufwendungen auf die Sicht- und Termineinlagen.

Der Zinsüberschuss betrug im Berichtsjahr 109 Millionen Euro, verglichen mit 112 Millionen Euro im Vorjahr. Das Zinsänderungsrisiko, das sich aufgrund unterschiedlicher Fristigkeiten von Aktiv- und Passivseite ergibt, trug nur unwesentlich zur Erzielung des Zinsüberschusses bei. Es wurde durch den Einsatz von Zinsswaps weitgehend eliminiert.

Der Provisionsüberschuss stieg im Berichtsjahr um 5 Millionen Euro oder 28,6 % auf 23 Millionen Euro. Hier hat sich vor allem das intensivierte Versicherungsgeschäft ausgewirkt.

Der Verwaltungsaufwand insgesamt lag im Geschäftsjahr 2001 mit 102 Millionen Euro um 8 % oder 8 Millionen Euro über dem Wert aus 2000.

2002 erfolgreich gestartet

Die Kundenforderungen (einschließlich verkaufter Forderungen) nahmen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 14,4 % auf 3,036 Milliarden Euro zu. Die Kundeneinlagen wuchsen um 12,3 Prozent auf 1,978 Milliarden Euro.

Zusammen mit der AKB Bank hat die CC-Bank im Kfz-Geschäft zweistellige Zuwächse im Neugeschäft erzielt. Das herausgelegte Kreditvolumen betrug in den ersten drei Monaten bei beiden Banken zusammengenommen 874 Millionen Euro - das waren 26,9 Prozent mehr als im ersten Quartal 2001.

Im Filialgeschäft kletterte das Kreditvolumen im ersten Quartal um 18,6 Prozent auf 1,146 Milliarden Euro.

Der Vorstand geht davon aus, dass das Bankgeschäft in allen Bereichen weiter wachsen wird, die Bestände im Kredit- wie im Einlagengeschäft zulegen werden und sich die Ertragslage positiv entwickeln wird. Dabei wird die CC-Bank besonderes Augenmerk auf die Risikoentwicklung legen. Das Jahr 2002 steht unter dem Motto des risikoorientierten Wachstums.

Die Kooperation und im nächsten Schritt die Fusion von CC-Bank und AKB Bank werden die beherrschenden Themen des Jahres 2002 sein.

Neue Organisationsstrukturen, die Erschließung neuer Geschäftsfelder, neue Techniken und neue Angebote in allen Bereichen werden die Attraktivität der CC-Bank weiter erhöhen. Das Kraftfahrzeug-Finanzierungsgeschäft ist von der anstehenden Fusion am stärksten berührt - hier lassen erste positive Reaktionen der Handelspartner auf eine weiterhin sehr gute Entwicklung hoffen. Das Internet nimmt hier einen besonderen Stellenwert ein, da die Bank hierüber den Bedürfnissen ihrer Kunden noch mehr entgegenkommen kann.

Im Waren-Finanzierungsgeschäft wird die CC-Bank mit Kraft neue Branchen erschließen und ihre schon heute starke Position behaupten. Weitere Kooperationen mit dem Handel werden eine gute Basis bieten. Auch hier gewinnt das Internet weiter an Bedeutung.

Im Filialgeschäft setzt die CC-Bank die sukzessive Modernisierung ihrer Filialen fort. Daneben werden auch in Zukunft weiter dort Filalen eröffnet werden, wo aus dem Kreditgeschäft ein hohes Kundenpotenzial entsteht.

Quelle: Pressemeldung Santander Consumer Bank AG

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