AMB erhöht Dividende auf 32 %. Beherrschungsverträge durch Hauptversammlung gebilligt
Die Gewinnrücklagen der Gesellschaft waren zuvor bereits um DM 55,0 Mio. aus dem Jahresüberschuß verstärkt worden. - Mit dieser Dividendenerhöhung partizipierten die AMB-Aktionäre zum vierten Mal in Folge am steigenden Erfolg des Konzerns und den Ergebnisverbesserungen der Gesellschaft.
Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Dr. Wolfgang Kaske, wies in seiner Rede darauf hin, daß der Konzernabschluß 1996 und der AMB-Einzelabschluß von der erfolgreichen Neuausrichtung der AM-Gruppe und ihrer wachsenden Ertragskraft gekennzeichnet seien. So stieg das Konzernergebnis je Aktie nach DVFA-Methode 1996 um 45 % von DM 49,1 im Vorjahr auf nun DM 71,-. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern erreichte 14,2 % gegenüber 9,7 % in 1995.
Bei einem Gesamtumsatz des AM-Konzerns von DM 20,0 Mrd (Vorjahr: DM 18,7 Mrd.) wurde ein Konzernjahresüberschuß von DM 343,4 Mio. (Vorjahr: DM 262,3 Mio.) erzielt. Damit stand einem Umsatzwachstum von 6,9 % ein Anstieg des Überschusses von 30,9 % gegenüber. Für das laufende Jahr 1997 rechnet der Konzern mit einem weiteren durchaus zufriedenstellenden Gesamtwachstum. Unter der Voraussetzung, daß sich der Schadenverlauf und die Entwicklung der Kapitalmärkte nicht gravierend verschlechtern, ist auch davon auszugehen, daß der Konzernjahresüberschuß über Vorjahresniveau liegen wird.
Die Hauptversammlung der AMB hat darüber hinaus dem Abschluß von Beherrschungsverträgen mit folgenden Tochtergesellschaften zugestimmt:
Aachener und Münchener Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Aachener und Münchener Versicherung Aktiengesellschaft, AdvoCard Rechtsschutzversicherung Aktiengesellschaft, BADENIA Bausparkasse Aktiengesellschaft, CENTRAL KRANKENVERSICHERUNG AKTIENGESELLSCHAFT, COSMOS Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, COSMOS Krankenversicherung Aktiengesellschaft, COSMOS Versicherung Aktiengesellschaft, Volksfürsorge Holding Aktiengesellschaft.
Die Unternehmen der AM-Gruppe haben in der Vergangenheit bereits verschiedene Maßnahmen mit dem Ziel ergriffen, ihre Strategie und Geschäftspolitik an dem verschärften Wettbewerb - bedingt durch die Vollendung des Binnenmarktes für Versicherungen - auszurichten. Um ihre Ertragskraft auch in den nächsten Jahren zu stärken, hat der Konzern zusätzlich ein Strukturprojekt initiiert, in dessen Rahmen durch Einzelmaßnahmen in den Gesellschaften wie durch übergreifende Maßnahmen bis zum Jahr 2002 rund DM 400 Mio. jährlich eingespart werden können. Bis Ende 1997 kann bereits ein Potential von DM 90 Mio. realisiert werden. Ziel des Strukturprojekts ist neben der Ausschöpfung von Synergiepotentialen durch eine Harmonisierung von Arbeitsabläufen und engere Zusammenarbeit der Gesellschaften auch die Bündelung und effizientere Nutzung von Ressourcen. Schwerpunkte der Konzernprojekte liegen u. a. in den Bereichen Datenverarbeitung, Kompositversicherung, Finanzmanagement, Immobilien, Allgemeine Verwaltung und Zentrale Dienste. Darüber hinaus wird die Position der AMB als strategische Management-Holding ausgebaut, und sie erhält Richtlinienkompetenz.
Die Erreichung dieser Ziele bei gleichzeitigem Erhalt der Eigenständigkeit der Gesellschaften mit ihren Vertrieben machten es notwendig, den Konzern auf eine neue rechtliche Grundlage zu stellen und Beherrschungsverträge abzuschließen.
Sofern die Aktionäre nach Abschluß der Verträge aus den beherrschten Unternehmen ausscheiden wollen, wird ihnen angeboten, ihre Aktien in entsprechen-dem Umfang gegen Aktien der AMB zu tauschen. Zu diesem Zweck wird die AMB ihr Grundkapital - wie von der Hauptversammlung beschlossen - bedingt um max. DM 23,9 Mio. durch Ausgabe von neuen Inhaberaktien im Nennwert von DM 5,00 erhöhen.
Als weitere Strukturmaßnahme werde die Verschmelzung der AM Konzernrückversicherung AG mit der AMB erfolgen, ergänzte Dr. Kaske. Ein entsprechender Beschluß wurde anläßlich der Hauptversammlung der AM Konzernrückversicherung am 28. August 1997 gefaßt. Die Verschmelzung ergibt sich als Folge der strategischen Neuausrichtung des AM-Konzerns auf das ertragreiche Privatkundengeschäft. Durch die Fusion wird es möglich, eine koordinierte Rückversicherungspolitik zum Nutzen aller Tochtergesellschaften zügig umzusetzen. Gleichzeitig bietet die Bündelung des Rückversicherungsgeschäfts bei der AMB den Vorteil, daß der Selbstbehalt infolge der höheren Eigenkapitalausstattung der AMB künftig erhöht werden kann.
Die Verschmelzung ist ebenfall mit einer Kapitalerhöhung verbunden, da bei einer Fusion die Aktien der außenstehenden Aktionäre übernommen werden müssen. Die AMB wird - wie von der Hauptversammlung beschlossen - ihr Grundkapital um knapp DM 1,8 Mio. durch Ausgabe von Inhaberaktien im Nennwert von DM 5,-- erhöhen. Alle Aktien werden ab dem Geschäftsjahr 1997 dividendenberechtigt sein.
Der Konzern hat mit diesen Maßnahmen die Grundlage für eine weitere erfolgreiche Entwicklung in einem von zunehmendem Wettbewerb und steigender Konzentration geprägten Wirtschaftszweig geschaffen.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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