Deutsche Bank kooperiert mit Hochschulen in Frankfurt und Mannheim

29.03.2006 | Frankfurt am Main
Die Deutsche Bank hat mit der HfB - Business School of Finance & Management, Frankfurt, und der Universität Mannheim jeweils eine weit reichende Zusammenarbeit vereinbart. Im Mittelpunkt der Partnerschaften steht das Privatkundengeschäft, das in der bankwissenschaftlichen Forschung bislang noch wenig Aufmerksamkeit genießt.

Der Bereich Privat- und Geschäftskunden der Deutschen Bank erhält durch die enge Partnerschaft mit den Hochschulen direkten Zugang zur wissenschaftlichen Forschung und intensiviert damit zugleich den Kontakt zu potenzialstarken Studierenden. Beide Kooperationen haben ein Gesamtvolumen von insgesamt jährlich 800.000 EUR.

Rainer Neske, in der Konzernführung der Deutschen Bank verantwortlich für das Privatkundengeschäft: "Von der Zusammenarbeit mit der HfB und der Universität Mannheim versprechen wir uns ganz konkrete Ergebnisse für die Weiterentwicklung unseres Geschäfts. Gleichzeitig wollen wir Anstöße für den wissenschaftlichen Diskurs und die öffentliche Diskussion über das Privatkundengeschäft geben. Ich freue mich, dass wir dafür zwei so renommierte Partner aus der Wissenschaft gewinnen konnten."

Kern der Zusammenarbeit mit der Frankfurter HfB - Business School of Finance & Management, ist die Schaffung eines Lehr- und Forschungsfeldes "Deutsche Bank Professur für Retail Banking". Die Professur, die von der Deutschen Bank für zunächst fünf Jahre voll getragen wird, soll in den nächsten Wochen ausgeschrieben werden. Neben gemeinsamen Forschungsprojekten wird Retail Banking auch Gegenstand einer neuen Vorlesungsreihe sowie einer öffentlichen Veranstaltungsreihe an der HfB sein. Darüber hinaus ist die Gewinnung von jährlich zwei internationalen Gastdozenten, die jeweils für sechs Monate in Forschung und Lehre eingebunden sein werden, Bestandteil der Partnerschaft mit der HfB.

Professor Dr. Udo Steffens, Präsident der HfB - Business School of Finance & Management: "Retailbanking ist eines der interessantesten Arbeitsfelder in der Bankwirtschaft und der bankbezogenen Wissenschaft. Hier wird das Spannungsfeld zwischen Kundenorientierung und Industrialisierung der Prozesse erforscht. Ich freue mich, dass wir uns mit der Deutsche Bank Professur für Retail Banking diesem Thema verstärkt annehmen werden. Die HfB unterstützt den Finanzplatz mit ihren Leistungen in Lehre und Forschung nachhaltig. Die Professur der Deutschen Bank bestätigt dieses Potenzial und baut es nachhaltig aus."

Die Partnerschaft mit der Universität Mannheim wurde zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren vereinbart. Unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Homburg wird ein neues Forschungsteam mit drei wissenschaftlichen Mitarbeitern am Institut für Marktorientierte Unternehmensführung arbeiten. Die "Deutsche Bank Marketing und Sales Management Research Group" soll dabei insbesondere in der wissenschaftlichen Erforschung des Privatkundengeschäfts neue Impulse setzen und gemeinsam mit der Deutschen Bank konkrete Forschungs- und Praxisprojekte in den Bereichen Marketing und Vertrieb durchführen.

Prof. Christian Homburg: "Im Mittelpunkt unserer Kooperation steht das Lernen aus anderen Branchen. Es geht darum, strukturiert und systematisch aufzubereiten, welche Ansätze in anderen Branchen beispielsweise bei der Sortimentsgestaltung oder auch der Preisgestaltung erfolgreich realisiert wurden und bei Banken anwendbar sind. Hieraus sollen wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für das Privatkundengeschäft erarbeitet werden".

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Forschungsergebnisse werden unmittelbaren Eingang in die strategischen Projekte der Deutschen Bank finden. Zudem soll der Kontakt zu potenzialstarken Talenten über die Vergabe von Praktika und die Begleitung von Diplom- und Doktorarbeiten intensiviert werden. Umgekehrt kann die wissenschaftliche Arbeit an den Hochschulen durch den engen Dialog und Austausch mit der Praxis profitieren.

"Für Bildung tragen Staat, Hochschulen und die Wirtschaft eine gemeinsame Verantwortung", sagt Rainer Neske. "Gerade weil Bildung und Ausbildung für uns als international erfolgreiche Bank von zentraler Bedeutung ist, verstärken wir in diesem Bereich unser Engagement. Ich bin davon überzeugt, dass beide Seiten, die Hochschulen und die Deutsche Bank, dabei gewinnen".

Quelle: Pressemeldung Deutsche Bank AG

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