Eine aktuelle Auswertung zeigt: 33 Prozent der Fachleute beobachten rückläufige Beschäftigtenzahlen im Verarbeitenden Gewerbe. Bis Dezember 2025 ging die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung dort um 177.000 auf 6,5 Millionen zurück. Über alle Wirtschaftszweige hinweg ergab sich ein Rückgang von 108.000 Stellen, da Zuwächse in anderen Bereichen die Verluste nicht ausgleichen konnten. Um Bewerber und Unternehmen effizient zu verknüpfen, betreibt die Bundesagentur für Arbeit regionale Arbeitsmarktdrehscheiben als zentrale Koordinationspunkte.
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Deutlicher Beschäftigungsrückgang im Verarbeitenden Gewerbe belastet deutsche Industrie heftig
Im Berichtsmonat Dezember 2025 beschäftigte das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland insgesamt 6,5 Millionen sozialversicherungspflichtige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies entspricht nahezu einem Fünftel aller derartigen Arbeitsplätze im Bundesgebiet. Im Jahresvergleich verringerte sich diese Zahl um 177.000. Die Gesamtwirtschaft weist im selben Zeitraum ein Minus von 108.000 sozialversicherungspflichtigen Stellen auf, da Zugewinne in anderen Branchen die Verluste im Verarbeitenden Gewerbe nicht kompensieren konnten. Diese Daten betonen die Dringlichkeit strategischer Industrieumstrukturierungen und Qualifizierungsmaßnahmen.
Verarbeitendes Gewerbe entlässt bis Ende 2025 insgesamt 108.000 Fachkräfte
Aus den jüngsten Quartalsdaten geht hervor, dass im Bereich Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen bis Ende 2025 exakt 52.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze abgebaut wurden. Die Metallindustrie schrumpfte um 24.000 Beschäftigte, der Maschinenbau um 28.000. Diese Zahlen reflektieren die gegenwärtigen Herausforderungen im Verarbeitenden Gewerbe. Sie verdeutlichen, dass ein integriertes Vorgehen aus Wirtschaftsförderung, Weiterbildung und passgenauer Vermittlung erforderlich ist, um die Transformation der Branche zu begleiten und Fachkräften eine sichere Zukunft zu bieten.
Effiziente Umverteilung von Fachkräften dank kompakter Arbeitsmarktdrehscheiben vor Ort
Die Bundesagentur für Arbeit kombiniert regionale Präsenz mit digitaler Vernetzung durch ihre Arbeitsmarktdrehscheiben, um den Wandel im Verarbeitenden Gewerbe zu unterstützen. Vor Ort ermitteln Berater Fachkräftebedarf und erfassen freie Personalkapazitäten. Anschließend werden Unternehmen über Online-Plattformen und persönliche Beratung gekoppelt. Zusätzlich werden Schulungsmaßnahmen angeboten, um fehlende Qualifikationen zu ergänzen. So können freie Arbeitskräfte zügig neu eingesetzt, offene Stellen besetzt und langfristig der Fachkräftemangel im Industrieumfeld bekämpft werden.
Die Arbeitsmarktdrehscheiben der Bundesagentur für Arbeit bündeln regionale Fachkräftepotenziale und vermitteln diese effizient in das Verarbeitende Gewerbe. Unternehmen profitieren von einer verkürzten Besetzungsdauer, während Beschäftigte durch Beratung und Fortbildung beim Wechsel in neue Branchen unterstützt werden. Diese passgenaue Verteilung vorhandener Kompetenzen ermöglicht einen reibungslosen Strukturwandel. Insgesamt tragen diese Maßnahmen dazu bei, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Wettbewerbs- sowie Innovationsfähigkeit der deutschen Industrie langfristig zu sichern.

