Wattsense: Siemens Smart Infrastructure übernimmt IoT-Spezialist

0

Siemens Smart Infrastructure übernimmt das französische Start-Up Wattsense. Das Siemens-Angebot an Gebäudeautomation kann somit erweitert werden. Wattsense bleibt eine getrennte Einheit innerhalb von Siemens. Das Soft- und Hardwareunternehmen bietet ein innovatives IoT-Managementsystem für kleine und mittelgroße Gebäude an.

Wattsense: IoT-Lösungen auch für kleine Gebäude

Mit der führenden IoT-Lösung von Wattsense ist es möglich das technische Management von kleinen und mittelgroßen Gebäuden zu verbessern. Diese setzt auf Einfachheit und ermöglicht die Einführung von Energiemanagementangeboten auch in Objekten ohne Gebäudemanagementsystemtechnologie. Dabei wird gleichzeitig der fachliche Anspruch an Effizienz sowie Nachhaltigkeit erfüllt.

Niedrige Investitionskosten

Wattsense möchte dem Kunden ermöglichen, dass eine breite Range an Geräten angeschlossen werden kann und IoT-Fähigkeit gegeben ist. Bei niedrigen Investitionskosten senkt das Unternehmen somit die Einstiegshürden. Auch Geräte mit mehreren Protokollen können unproblematisch eingebunden werden und werden dann mit der Cloud verknüpft. Der Betrieb erfolgt im Software-as-a-Service-Modell (SaaS). Dies macht künftig einer größeren Anzahl an Immobilientypen die Vorteile des cloudbasierten IoT-Managementsystems für Gebäude zugänglich. So können z.B. auch der Einzelhandel, Schulen, Büros sowie Lagerhäuser davon profitieren.

Siemens begrüßt den Zusammenschluss

„Zusammen mit Wattsense wollen wir den Einsatz von IoT-Systemen in weiteren Gebäuden beschleunigen und mehr Menschen und Unternehmen die damit verbundenen Vorteile in den Bereichen Nachhaltigkeit, Komfort und Kosten ermöglichen“, führt Henning Sandfort, CEO Building Products bei Siemens Smart Infrastructure, aus. Er ergänzt zufrieden: „Das SaaS-Geschäftsmodell und die innovativen Technologien von Wattsense sind eine perfekte Ergänzung unseres wachsenden digitalen Portfolios für unsere Kunden. Ich freue mich, das talentierte Team von Wattsense als Kolleginnen und Kollegen begrüßen zu dürfen.“

Verdoppelung der Umsätze als Ziel

Als Vorreiter bei der Digitalisierung von Infrastrukturen sind über 2,3 Millionen Geräte an die Cloud-Plattform von Siemens Smart Infrastructure angebunden. Das Produkt-Portfolio umfasst mehr als 150 digitale Applikationen und Angebote. Das Unternehmen strebt im Digitalbereich mindestens eine Verdoppelung der Umsätze bis 2025 an, von heute 700 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro.

Übernahme eröffnet mehr Möglichkeiten für Kunden in der EU

Durch die Übernahme von Wattsense durch Siemens haben Kunden in der Europäischen Union noch mehr Optionen, die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) umzusetzen. Gebäude des tertiären Sektors müssen danach mit Steuer- und Automatisierungssystemen ausgestattet werden, ausgelegt auf die Verbesserung der Energieeffizienz sowie auf die Reduzierung von CO2-Emissionen. Aktuell ist die innovative Lösung von Wattsense in 22 Ländern verfügbar.

Louis Vermorel, Gründer und CEO von Wattsense, sagt: „Das Engagement von Wattsense für die Senkung des Energiebedarfs und der Kohlendioxidemissionen im Gebäudesektor passt perfekt zur Vision von Siemens, Technologien zu entwickeln, die die Gesellschaft voranbringen.“ Er fügt hinzu: „Wir sind begeistert, Teil eines Unternehmens mit einer so reichen Tradition und innovativen Kultur zu werden und gleichzeitig die Reichweite sowie Wirkung unserer IoT-Lösung zu vergrößern.“

Über Wattsense

2017 gegründet, sitzt das französische Start-Up in Dardilly, in der Nähe von Lyon. IT-Infrastruktur für das Immobilienmanagement zu schaffen, ist die Kernkompetenz des Technologieunternehmens. Wattsense verfolgt die Mission, Betrieb und Produktivität der Immobilie für den Betreiber zu optimieren und dabei eine kohlenstofffreie Zukunft für Gebäude zu schaffen. Unternehmen jeder Größe zählen zu den Kunden. Mit der Soft- und Hardware von Wattsense werden sie befähigt, Anwendungen in ihren Einrichtungen bereitzustellen.

Über den Autor

Avatar

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Lassen Sie eine Antwort hier